20.02.2017 @ 13.12Uhr
An einem Sonntag fand unser erstes Auswärtsspiel in der Rückrunde statt und das gegen die SG Dynamo Dresden. Da solch ein Spiel für die Fangemeinde von Union zu einem Highlightspiel gehört, war mit dem flotten Ausverkauf des Gästesektors zu rechnen. Hürde Nummer Eins stellte heute das Koordinieren von 7 Szenebussen dar, was jedoch unerwartet unkompliziert vonstattenging. Kurz hinter der sächsischen Landesgrenze nahm uns nicht völlig unerwartet, aber früher als gedacht, die freistaatliche Polizei in Empfang und begleitete uns mit einer unwirklich anmutenden Menge von eingesetztem Personal bis zum Stadion. Sek SV bekam im weiteren Verlauf Probleme mit benannten Einsatzkräften und erreichte nur mit Geduld und dickem Fell kurz nach Spielbeginn eine Lokalität zum Verfolgen des Spiels. Nachdem man die grenzwertig genauen Sicherheitskontrollen hinter sich brachte, galt es noch gut 90 Minuten bis zum Spiel zu überbrücken. Das sind die Momente, in denen die Uhr rückwärts läuft und man sich den Randnotizen widmet. Besonders fiel einem dabei diesmal auf, dass die sogenannten Unioner, die sich im Laufe der Wartezeit um einen herum gesellten, unsere Fanszene auch für uns so unfassbar austauschbar wirken, dass einem vor einem Aufstieg angst und bange werden muss. Bier in der Kralle, Wurst in der Fresse und wenn ne Zauni beim Fußballkonsumieren stört, einfach abmachen. Wenn man nur einmal im Jahr fährt, dann will man schließlich König sein. Man kann auch zukünftig mit Konflikten zu diesem Thema rechnen, denn guter Rat ist teuer.



Bereits nach wenigen Minuten begann sich abzuzeichnen, dass uns eines der langweiligsten Spiele der jüngeren Union-Geschichte bevorstand. DynDre konnte nicht, Union wollte nicht, jedenfalls nicht genug. Warum die Sachsen die beste Passquote der Liga haben zeigte sich auch schnell - immer schön den Ball in der Abwehr hin und her, ab und zu mal den Torwart anspielen, ziemlich uneiserne Geschichte und macht halt auch unseren Sport kaputt. Auf den Rängen die Heimkurve sicher unter den eigenen Erwartungen, wir ziemlich dünne.

Das Spiel endete leistungsgerecht 0:0. Abstand nach oben verkürzt und bei einem Mitkonkurrenten einen Punkt geholt - also alles im grünen Bereich. Nach dem Spiel ging es dann doch zügig zu den Bussen und zurück in unsere Hauptstadt, wo noch die Nachbereitung der sieben Busse auf uns wartete. Auch diese letzte Hürde wurde entspannt genommen und am Ende des Tages war man dann doch früher als erwartet zu Hause.
Scheiß Dynamo!
19.02.2017 @ 13.12Uhr
Um eine gemeinsame Anreise der Szene nach Karlsruhe zu gewährleisten, einigte man sich auf einen früheren Treff am Bahnhof Kirchfeld mit anschließend gemeinsamer S-Bahnfahrt zum Spiel. Auf dem Weg kam es zu keinerlei Straftaten oder Auffälligkeiten, die die Beabsichtigung solcher vermuten lassen könnten. Noch vor unserer Ankunft am Zielort wurde die Bahn angehalten und es kam zur Personalienkontrolle und Durchsuchung ALLER etwa 200 Personen. Hatten Insassen kein gültiges Personaldokument zur Hand, wurden sie zur Feststellung der Personalien in eine naheliegende Gefangenensammelstelle gebracht. Im Anschluss an die Personenkontrollen wurden die Unionfans einzeln in zwei Sonderbussen, die zu diesem Zeitpunkt noch mit der Zielaufschrift "Wildparkstadion" versehen waren, gebracht. Dieser Vorgang dauerte etwa bis Ende der ersten Halbzeit, also geschlagene drei Stunden. Wie man danach feststellen sollte, war das Ziel der Busse jedoch nicht das Wildparkstadion, sondern der ursprüngliche Parkplatz unserer Autos. Die Auswärtsfahrt war für uns an dieser Stelle beendet. Die Polizei brachte uns mit den Sonderbussen, gefolgt von unseren Autos, noch bis etwa 30 Kilometer hinter die Karlsruher Stadtgrenze. Dort kamen wir jedoch vor Bus und 9ern an, was einen Stau verursachte, der den Nachfluss unserer 9 er unmöglich machte.

Der Grund dieser Maßnahme bleibt ungewiss. Bitter, wenn man sich am Sonntag dieser langen Auswärtstour stellt und am Ende das Spiel nicht sehen kann - bitter, wenn durch so ein Spiel für den ein oder anderen eine 100%-Saison zerstört wird. Wieder ein Zeichen, wie die ausführenden Organe dieses Landes alle Entscheidungsgewalt besitzen, um über das Schicksal vieler einzelner zu richten. Grundlos! Wir alle sind gespannt auf die Lügen, mit denen heute Abend dieser Einsatz gerechtfertigt wird.
04.02.2017 @ 13.12Uhr
Die Winterpause ist vorüber, die fußballfreie Zeit inklusive eines sehr geilen, überlangen Trainingslagers verdaut und es kann wieder losgehen! Auch bei Union schlug in der aktuellen Transferperiode der Wechselhammer in einer Art und Weise zu, wie man es sonst nicht kennt, und so gab es neben verkraftbaren Abgängen, wie den von Collin Quaner, vor allem zwei Transfers, die jeden Unioner aufhorchen ließen. Chrissi Quiring, langjähriger Unioner mit Herzblut verließ seinen Verein in Richtung Ostsee zum FCH. Ein bitterer, aber aufgrund seiner sportlichen Perspektive bei Union sicher vertretbarer Schritt. Mach es gut, CQ2! Man sieht sich immer zweimal, dreimal, oder viermal im Leben. Der nächste Transfer mit Titelseitencharakter ist die "Rückkehr" von Sebastian Polter. 'Ne schöne Sache, ein ehrlicher Typ und guter Fußballer, der uns sicher weiterbringen wird. Jedoch sollte man aufpassen, ihm jetzt nicht mehr Euphorie entgegen zu bringen, als man es bei verdienten Unionern tut. Er muss sein Standing erst aufbauen und das schafft man nicht in einer halben Saison. Er ist auf einem guten Weg, aber lasst ihm die Zeit eine Unionlegende zu werden - Das ist er nämlich bei weitem noch nicht.

Das Spiel startete, zum bisherigen Thema passend, mit einem sehr kleinen Gedenkintro für Christopher Quiring, bei dem Trikots mit der '2' an der Seilkonstruktion am Dach hochgezogen wurden. Mittig war dabei ein WS-Trikot und damit auch ein klares Signal zu sehen. Des Weiteren begrüßte man mit Spruchbändern verschiedene Stadionverbotler zurück im Stadion. Mit dabei auch Olli aus unserer Gruppe, der nach drei Jahren, mit trotzdessen drei 100%-Saisons, wieder in unserer Mitte steht. Willkommen zurück!



Auf die Ultras aus Bochum wartete man bis zum Ende der ersten Halbzeit. Der Grund dafür ist bislang unklar, vielleicht verfuhr man sich oder hatte 'nen stabilen Stau. Fakt ist, dass es nach den ehrlichen Reibereien im Rahmen der jüngeren Aufeinandertreffen heute ruhig blieb. Schade! Auch sonst war der Gästeauftritt heute wahrlich nichts besonderes, aber trotzdessen auf jeden Fall oberes Drittel in der zweiten Liga.

Auf dem Platz polterte es direkt wieder, wodurch ein 1:0 Rückstand in einen Ausgleich und später durch Skrzybski in ein 2:1 gedreht werden konnte. Ein schön dreckiger, spannender Sieg, der Spaß gemacht hat und Luft nach oben lässt. Kommenden Sonntag ist Dresden dran. Dabei geht es nicht nur darum, den Anschluss an die ersten drei Plätze zu behalten, sondern auch um die sportliche Vorherrschaft in den neuen Bundesländern! Vielleicht ist es nicht wirklich ein Derby, aber kein Spiel hat in dieser Saison dieses Wort so sehr verdient wie dieses!

Eisern Union!
23.12.2016 @ 13.12Uhr
Acht Tage vor dem Heiligen Abend traf man sich mit knapp 20000 anderen Leidensgenossen, um zum letzten Mal vor der Winterpause das Team der Eisernen beim Punktesammeln zu unterstützen.
Mit den Jungs aus Fürth schien ein Sieg kein zu hoch gestecktes Ziel für uns zu sein, denn diese standen tabellarisch nicht in direkter Schlagposition und der frisch gebackene Papa Toni Leistner stand nach einem Spieltag Babypause auch wieder auf dem Platz. Die Weichen waren gestellt für einen Erfolg, doch nahm man am Ende trotzdem den unnötigen Umweg Richtung Unentschieden, woran wohl nicht zuletzt auch eine Quotenfrau in Führungsposition eine Teilschuld hatte, vor allem jedoch die zu schlechte Chancenausbeute. Ein von der Schiedsrichterin abprallender Ball bereitete etwa 10 Minuten vor Schluss den Treffer zum Ausgleich für Fürth durch Joker Dursun vor und wertete damit Leistners Tor zum 1:0 in der 64. Minute etwas ab, zumindest in der Summe gesammelter Punkte.

Auf der Waldseite begann man heute mit der Eisern Union-Blockfahne als Intro. Lustig und ernst zugleich erwies sich die Erkenntnis darüber, dass das skandieren von „Schiri, du Fotze“ noch politisch unkorrekter war, als grundsätzlich ja eh schon. In der 39. Minute zeigten wir einen Spruchband für einen Herrn der Sachsenadler, dem gesundheitlich schwere Tage bevor standen und stehen. Auch an dieser Stelle wünschen wir nochmal gute Besserung. Ein weiterer Spruchband thematisierte die Thematik "rund" ums Unionlogo und abgewandelte Varianten davon. Zu kurzer Unruhe im Block führte eine nicht über zu bewertende Meinungsverschiedenheit, die wohl vor allem dem Alkohol zuzuschreiben ist. Wenn man wirklich nur zum Komasaufen zu Union kommt, helfen wir natürlich auf Anfrage gern mechanisch nach. Ein wenig mehr Selbstkontrolle des geneigten Stadionkonsumenten und ein gewisses Bewusstsein für das Wesentliche beim Gang zu Union wären wünschenswert und gehen als Appell auch über die betroffene Person hinaus in viele Richtungen.
Der Gästeanhang mit etwa 300 Leuten muss heute nicht außerordentlich detailliert erwähnt werden. Der Auftritt war wohl Fürther Standard und somit kein Hit, aber in Ordnung.

Und niemals vergessen…
…Schlanker, bleib Eisern
21.12.2016 @ 13.12Uhr
Auf zum letzten Auswärtsspiel der Saison, bei dem nach Sandhausen gleich der nächste Megakracher auf uns wartete. Ironie Off!
Am ungeliebten Freitag wartete in Baden-Württemberg Heidenheim auf die Ostberliner Faninvasion, die am Ende mit etwa 300 Gästen leider alles andere als eine solche war. Wat soll's, am Ende können wir sicher sagen, dass wir aus der Situation das Beste getan haben. Der Support war zwischendurch halbwegs ansprechend und das ist aufgrund der deftigen 0:3-Klatsche doch eine Erwähnung wert. Besonders der Endspurt hat echt Spaß gemacht und endete nach einer stabilen Party erst etwa eine dreiviertel Stunde nach Spielende. Heidenheim zu Spielbeginn mit einer ganz netten "Avanti FCH"-Choreo, sonst als Provinzclub nicht weiter erwähnenswert.
Mit Fürth wartet jetzt eine letzte Etappe auf dem langen, aber unterhaltsamen,
Weg zur Winterpause und dann heißt es für Mannschaft und uns neu durchstarten. [...]denn eines sind wir bis zum Tod - Unioner!
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