22.11.2016 @ 13.12Uhr
Nach einem Jahr Pause endlich wieder ins Erzgebirge. Auch wenn Worte wie "Derby" oder "Hassduell" diesem Spiel wahrlich nicht gerecht werden, freut man sich doch immer auf diese Auswärtsfahrten. Entspannte Anreiseentfernung, 'ne akzeptable Fanszene, ein sympatisches Stadion mit Charme und die weltbekannte Auer Nudelpfanne sorgen für diese Eindrücke. Leider stand vom ursprünglichen Erzgebirgsstadion nur noch die Hälfte, während der Rest im laufenden Spielbetrieb von Grund auf saniert wird. Schon jetzt ist zu erkennen, dass das Endprodukt sich in die übliche Baukastenweise, wie sie flächendeckend in Deutschland zu finden ist, einreihen wird. Schade. Wieder geht ein Stück Individualität in der deutschen Stadionkultur verloren. Hat man sich früher noch über die weite Entfernung zum Spielfeld und die fehlende Überdachung aufregen können, wünscht man sich heute solche Perlen zurück.

Der Ultratross ging heute mit zwei Bussen auf die etwa 4 Stunden kurze Fahrt in Richtung Erzgebirge und komplettierte einen ausverkauften Gästeblock. Aufgrund der Baustelle gab es heute außerdem 'nen geilen Block für die Stadionverbotler, in der Zahl 9, die von einer Erhebung, die sonst von einer Tribüne verdeckt ist, das Spiel sogar im Sitzen verfolgen konnten. Die Stimmung war in Hälfte eins, eventuell verschuldet durch den Baustellenflair, sehr schläfrig. In Hälfte zwei ging die Post dann doch ganz gut ab, was aber im erster Linie auch daran lag, dass der Spielverlauf in hohem Maße Euphorie in der Unionfamilie entfachte. Ging man im ersten Spielabschnitt noch mit 0:1 in Rückstand, spielte Union in der Folge tatsächlich fast im Stile einer Topmannschaft und siegte am Ende mit 3:1. Platz 2, Mittwoch mit einem Bein in Europa, GEIL!
Aue scheint der neue Stimmungsblock nicht sonderlich zu bekommen, jedenfalls war nicht unbedingt viel Bewegung darin zu erkennen.

Ein Gruß geht noch an den Stadionsprecher der Schachter, der mit unnachahmlichem Akzent nicht einen Spielernamen der Unioner richtig aussprechen konnte. Das soll an dieser Stelle nicht mal als Kritik verstanden werden. Wir meinen, unser Ding ist es nicht, aber zu eurem Verein passt das einfach wie die zwei gekreuzten Hämmer auf dem großen W.

Wir sind in Form. Mittwoch Dortmund rasieren und mit Rückenwind Richtung Europa stürmen. Eisern Union!
12.11.2016 @ 13.12Uhr
Volle Hütte, interessanter Gegner und eine sportlich gute Situation mit der Aussicht, bis auf Platz 3 vorrücken und den heutigen Gast aus Hannover damit in der Tabelle hinter sich lassen zu können - die Voraussetzungen für ein geiles Heimspiel hätten kaum besser sein können. Zudem bestand die Chance, mit einem Sieg am heutigen Tage die Heimserie auszubauen und im dreizehnten Spiel AdAF hintereinander ungeschlagen zu bleiben.

Eingeleitet wurde das Spiel mit einer einfachen, aber schicken Choreo von TSK, die sich zum zehnjährigen Bestehen selbst feierten. Nur das Beste an die jungsche Bande auch hier noch einmal von uns! Die Choreo bestand aus einem Spruchband am Dach ("SEIT NUNMEHR 10 JAHREN..."), einem am Zaun ("DER SPIRIT VON KÖPENICK") und drei Bildern, die die Jahreszahlen 2006 und 2016 sowie das Gruppenemblem darstellten und mittels der Dachkonstruktion eingebracht wurden. Das Spruchband am Zaun wechselte im Verlauf der Choreo zuerst auf "UNBEQUEM, LEBENDIG, UNZERTRENNBAR", dann auf "GEMEINSAM FÜR UNION BERLIN". Abgerundet wurde das ganze durch rote Schlauchballons, die im gesamten Block verteilt wurden.

Das Spiel begann dann direkt etwas turbulent, schon nach einer guten Minute zappelte der Ball zum ersten Mal im Uniontor. Da dem "Eigentor" von Kroos aber ein Schubser des Gegenspielers und damit ein Foul vorausging, wurde es aber zurecht nicht gegeben. Im weiteren Spielverlauf erarbeitete sich unsere Mannschaft ein Übergewicht und tauchte ein ums andere Mal gefährlich vor dem Tor des Bundesligaabsteigers auf, nach knapp fünfzehn Minuten köpfte Puncec den Ball an die Latte, kurz vor dem Halbzeitpfiff scheiterten Skrzybski und Kreilach. Da beide Hintermannschaften aber einen insgesamt soliden Auftritt auf's Parkett legten, hieß es nach den ersten 45 Minuten 0:0. Die Stimmung im ersten Durchgang begann bei uns gut, ebbte aber unerklärlicherweise ab, mehr als Durchschnitt konnte in keiner Phase des Spielverlaufs erreicht werden. Schade.

Der zweite Abschnitt begann ähnlich intensiv, nun auch Hannover mit etwas mehr Zug zum Tor. In der 54. Minute begann es dann im Gästeblock ein bisschen zu qualmen. Hier fand jedoch keine Helmut-Schmidt-Gedächtnisversammlung statt, viel mehr wurden am Zaun befestigte Rauchtöpfe mit schwarzem, weißem und grünem Rauch entzündet, was so schon ein ziemlich gutes Bild abgab. Zudem tauchten kurz danach einige Bengalfackeln den Gästebereich in ein warmes Rotorange, sehr nette Zündelei und sicher eine der besten, wenn nicht sogar die beste eines Auswärtshaufens bei uns in den letzten Jahren. Selbstverständlich wurde die Aktion unsererseits mit "Pyrotechnik ist kein Verbrechen!"-Gesängen bedacht, unsere Meinung zur Thematik ist bekannt. Aufgrund der Rauchentwicklung unterbrach der Schiedsrichter die Partie für ein paar Minuten. Ob das sinnvoll ist oder nicht, darf sich jeder selbst überlegen, doch wir erinnern uns an Spiele, in denen wir wegen Nebels kaum bis zur Mittellinie sehen konnten. Nun gut.

Nachdem das Spiel wieder angepfiffen wurde, stieg unser Stimmungspegel wieder etwas und als Quaner in der 75. Minute, keine zwei Minuten nach seiner Einwechslung, mit seinem siebenten Ligator für die Führung sorgte, wurde es wirklich gut. Angetrieben von einer guten Atmosphäre sorgte Hosiner nach Vorlage von Quaner nur vier Minuten später für das 2:0, nun war es einfach nur noch geil. Hannover gelang zwar in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch der Anschlusstreffer, doch da war es schon zu spät. Überhaupt hatte man heute eigentlich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, hier könnte irgendetwas anbrennen. Die Mannschaft strotzt im Moment augenscheinlich vor Selbstvertrauen kann nun von sich sagen, seit über einem Jahr zu Hause nicht mehr verloren zu haben. Stark!

Mit diesem Schwung geht es im nächsten Spiel in den Schacht nach Aue. Kann eigentlich auch nix anbrennen.

In diesem Sinne: Eisern Union!
22.10.2016 @ 13.12Uhr
Flott, da zeitlich knapp bemessen, starteten wir die Fahrt in 9ern, was uns pünktlich zum Anpfiff im Stadion ankommen ließ. Union stand auf Tabellenplatz 2 und heute hätte man diesen Platz stabilisieren können, was zugegeben grundsätzlich über unseren Erwartungen lag. Sechs Spiele lang blieb man ungeschlagen, Nürnberg ist allerdings auch nicht unbedingt eisernes Punkteland.
Gut 600 Unioner machten sich schätzungsweise im Gästesektor breit und lieferten einer stabilen Heimkurve annehmbar Gegenwehr. Diese machte per Choreo ihre Mannschaft nochmal auf eine Selbstverständlichkeit aufmerksam. Leider verinnerlichte Nürnbergs Elf das auf dem Platz auch und so kam nach zwei Platzverweisen kurz nach der frisch wieder hergestellten Spielergleichheit doch der Gastgeber zum Führungstreffer, all das kurz vor der Pause. In Hälfte zwei wurde Union besser, doch erspielte trotzdem kaum zwingendes. Nürnberg erhöhte stattdessen auf 2:0, was auch den Endstand bedeutete. Zu meckern gab es trotzdem nicht viel, also starteten wir ohne hängende Köpfe durch zu einer rasanten Heimfahrt, was sich ,in Köpenick angekommen, als großer Nachteil für 2 unionfremde Klebehände entpuppte.

Und niemals vergessen…
…nächstes Wochenende ist Spielfrei.
14.10.2016 @ 13.12Uhr
Und da war es wieder, das alljährliche Spiel gegen die „Blutsbrüder“ aus der Hansestadt. Kontroverser gehen die Meinungen innerhalb unserer Fanszene bei keinem anderen Verein auseinander. Kultig, Anderssein, Rebellentum im modernen Fußball. Bla, bla, bla, schlussendlich gleichen sich unsere Vereine nur in ihrer Art authentisch für sich selbst sein zu wollen und dafür braucht man keine Unterstützung untereinander. Als wenn also diese Konstellation nicht schon für genügend Brechreiz sorgte, fand das Spiel auch noch auf einem Montag statt. Der nächste Punkt zum Abgewöhnen. Zur Überraschung vieler erwarteten einem bei der Kartenbesorgung dieses Mal nicht die gewohnten, unendlich anmuteten Schlangen vor dem Ticketoffice, man konnte sich stattdessen recht entspannt bis wenige Tage vor dem Spiel noch mit Karten eindecken. Dass es vor dem Spiel dann dennoch ein großes Kartengeschiebe gab, ist dann doch eher der Verplantheit einzelner zuzuschreiben.
Bei uns wie beim jeden Montagsspiel also nur das Standard-Tifomaterial am Start gewesen und außer dem „Anstoßzeiten fanfreundlich gestalten“-Banner keine weiteren optischen Aktionen. Die Alte Försterei meldete ausverkauft und somit also auch der Gästeblock gut gefüllt. Recht knapp dran waren die Jungs und Mädels der USP. Man munkelt immer noch, dass unter den FI & Co-Bannern irgendwo auch der USP-Lappen am Zaun hing. Karlsruhe lässt grüßen.
Zum Glück verpassten die Menschen im Gästeblock nicht die Anfangsphase, in der Union druckvoll agierte und relativ schnell durch Hosiner mit eins zu null in Front ging. Die Waldseite präsentierte sich heute in guter Verfassung und so konnten Mitmachqoute und Lautstärke meistens überzeugen. Von den Gästen war man hingegen eher enttäuscht. Zugutehalten muss man ihnen allerdings, dass das zwei zu null in der ersten Halbzeit nach einem krassen individuellen Fehler wenig förderlich war. Generell wirkte das Spiel unserer Mannschaft sehr überzeugend und so hatte man eigentlich nie das Gefühl, dass hier noch einmal etwas anbrennen könnte. Abgebrannt sind hingegen zu Beginn der zweiten Halbzeit einige pyrotechnische Erzeugnisse im Gästeblock unter dem Motto „Geht euch ein Licht auf? Gegen Stadionverbote!“. Einfach aber nett. Starke Abzüge in der B-Note gibt es aber für das laienhafte Präsentieren des Spruchbandes, welches erst nach dem Abbrennen der Wroclava vollständig gezeigt wurde. Am Ende des Abends steht ein sensationeller zweiter Platz und das Auftreten der Mannschaft bietet Platz zum Träumen. Abwarten und schauen, wie man sich am Freitagabend in Franken schlägt.

In diesem Sinne
Eisern Union
03.10.2016 @ 13.12Uhr
Zwei Siege hintereinander, der letzte davon in Bayern - gute Voraussetzungen vor dem Spiel in Würzburg. Mitten im morgendlichen Berufsverkehr startete die Szene ihre Zugfahrt Richtung beschissenstes Bundesland, trotz Spielansetzung am Mittwochabend ließen sich viele diese Tour nicht nehmen. Nach einer ereignislosen Anreise stand also ein Spiel beim aktuellen Tabellenzweiten an, an dem Union bei einem Sieg hätte vorbeiziehen können.

Im durchaus gefüllten Gästeblock, der wieder auch enorm beflaggt wurde, war die Stimmung insgesamt in Ordnung, wenn auch es schwache Phasen gab, von den Heimfans kam freilich noch weniger.

Das Spiel ist schnell zusammengefasst: Würzburg war in beiden Abschnitten das Team mit einem leichten Übergewicht, doch Union verteidigte clever und machte nach 74 Minuten sogar das Führungstor durch Quaner. Wahnsinn, was der für 'nen Lauf hat. Am Ende gewann Union dieses Spiel sogar, was vorerst einmal den dritten Platz in der Tabelle bedeutet.

In dieser Saison liegt wohl was in der Luft, in den letzten Jahren wäre ein Spiel wie das heutige wohl mit 0:3 gegen uns ausgegangen. Ist es aber nicht, deshalb konnte auf der Rückfahrt im ICE der zweite Sieg in Bayern in Folge gefeiert werden.

Eisern Union!
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