18.09.2018 @ 13.12Uhr
550 km Anreise an einem Freitag hieß es für Duisburgs Anhängerschaft heute, weshalb nicht von einem vollen Gästeblock auszugehen war. Union kann nach 4 Spieltagen immerhin von sich behaupten, ungeschlagen zu sein und, das sei vorausgeschickt, war es auch noch nach Spieltag 5. Der Weg dorthin jedoch bestach in erster Linie durch seine Spannungskurve. Ein Krimi, der dich über lange Zeit mit Handlung füttert, nur um diese am Ende wieder überraschend in Frage zu stellen und den Zuschauer ratlos zurück zu lassen, ob das jetzt ein Happy End war oder nicht.
Die Försterei füllte sich heute mit rund 20.500 Fußballfans. Diese sahen eine ereignisarme erste Hälfte und immerhin noch zwei gute Aktionen von Gogia vor der Halbzeit, von der die zweite zum Führungstreffer führte und die Unioner zufrieden stimmte.
Trotz des eher taktisch geprägten und deshalb noch sehr zähen Spiels schien die Försterei gut in Form zu sein. Die Anfeuerung wirkte zeitweise ausgelassener als sonst, zum Ende hin spielbedingt sogar hoch emotional.

Bei den Gästen fiel besonders die Zaunbeflaggung auf. Dreireihig angeordnet und unten am Zaun mit einem Banner zum Thema Anstoßzeiten wirkte es zwar zum einen wie die Angsthasenvariante, es kann jedoch auch sehr gut eine funktionelle Lösung für einen freitagsbedingt mäßig gefüllten Gästeblock gewesen sein, denn er wirkte so kompakter und besser ausgelastet. Akustisch reißt man so auch keine Bäume aus, aber Bewegung war da.
Hälfte zwei begann auf dem Platz ähnlich wie die erste, doch dann der Rückschlag in Minute 77 und sechs Minuten später der Schock, den uns Tore von Souza und Sukuta-Pasu versetzten. Damit hatte nun wirklich keiner gerechnet und am wenigsten das Team selbst. Duisburg wirkte jetzt in Gesamtheit wie ein großer Glückskeks, während Waldseite und Gegengrade statt Trauer eher Wut auspackten und das in emotionalen Support verwandelten. Gut so, denn Union ließ sich anstecken und spielte nun großartig gegen die drohende Niederlage an. Beim Ausgleich von Hübner (90+1) schien das Stadion einer Explosion nah. Wäre noch das 3:2 gefallen, hätten wir es neu bauen müssen. Das passierte Gott sei dank, oder doch eher leider, nicht und man war sich nach dem Wiedererlangen des Ruhepulses nicht ganz sicher, ob man einen Punkt gewonnen oder zwei verloren hat.
Und niemals vergessen...
...nächsten Samstag alle im Trikot nach Bielefeld!










04.09.2018 @ 13.12Uhr
Eine Woche nachdem unsere Mannschaft die Kiezkicker mal eben mit 4:1 nach Hause geschickt hatte, ging es für uns zum Auswärtsspiel nach Sandhausen.

Sicherlich ist dies eines der Spiele, die man auch getrost in die Tonne kloppen kann, hilft aber alles nix und so starteten wir mit Autos und Neunern unsere Tour. Wesentlich später als geplant, jedoch sehr entspannt, erreichte man sein Ziel und bewältigte die letzten Meter zu Fuß, bevor es ins Stadion ging. Zum Spielgeschehen gibt es auch nicht viel zu berichten: viel Kampf und Krampf bei ziemlich wenig Fußball. Aber so ist das wohl, wenn das Schlusslicht auf den Tabellenführer trifft. Nach 90 Minuten zeigte die Ergebnisanzeige ein 0:0 an, womit sicherlich beide Mannschaften zufrieden sein dürften. Die Stimmung wusste heute durchaus zu gefallen, auch wenn es vielen sicherlich schwer fällt sich auf diesem besseren Dorfplatz mit Testspielatmosphäre zu motivieren und seine Mannschaft zu unterstützen.

Der Beginn der zweiten Halbzeit sollte optisch für ein kleines Highlight sorgen und so erblickte nicht etwa eine geplante Choreo, sondern eine dichte Rauchwand das Licht der Welt. Warum der SV Sandhausen das eigentliche Intro kurzfristig verboten hat wissen wohl bloß die Verantwortlichen. Passend dazu also auch der Spruch "Choreoverbot? Das ist unsere Art, Dampf abzulassen!"

Die Rückfahrt verlief wie im Flug und so erreichte man zu einer arbeitnehmerfreundlichen Zeit die Hauptstadt.

Und niemals vergessen...

...Eisern Union!










01.09.2018 @ 13.12Uhr
In den vergangenen Wochen nahm unsere Gruppe diverse Kritik wahr, welche uns leider nur viel zu selten auf persönlichem Wege und stattdessen über diverse Foren oder per E-Mail erreichte. An dieser Stelle wollen wir erst einmal allen danken, die den Weg zu uns gefunden haben, um den Dialog zu suchen, müssen uns jedoch auch selbst in gewisser Weise ankreiden, nicht von Beginn an offensiver mit dieser Thematik umgegangen zu sein und wollen dies an dieser Stelle, mit dem klaren Angebot zum PERSÖNLICHEN Dialog, nachholen. Zwar wussten wir, dass es Gesprächsbedarf geben wird, waren uns jedoch nicht ansatzweise im Klaren darüber, wie stark das Interesse der Uniongemeinde an diesem Thema ist, haben diesen Schritt ausschließlich mit dem weiteren Ultrakreis besprochen und müssen uns an dieser Stelle hinterfragen, ob dies ausreichend war.

Grund der Kritik ist die Zaunfahne der Ultragruppe Sottocultura aus Mönchengladbach, die erstmals beim Auswärtsspiel in Köln über unserer Fahne hing und zwei Wochen später auch beim Heimspiel gegen St.Pauli auf der Waldseite zu sehen war.
Der, meist im WWW verbreitete, intensivste Kritikpunkt war, dass man allen Unionern, die hinter dem Zaun stehen, nun eine Fanfreundschaft aufzuzwingen scheint und man sich somit als Gruppe über die Gemeinschaft stellen würde. Eine Sache, die Union nicht steht. Jeder soll gleich behandelt werden und niemand sollte sich höhere Rechte herausnehmen als die Allgemeinheit. Wir können diesen Punkt der Kritik verstehen, müssen an dieser Stelle jedoch klarstellen, dass wir keine Fanfreundschaft beider Vereine anstreben und uns auch nicht das Recht herausnehmen, dies umsetzen zu dürfen. Vielmehr handelt es sich um eine Gruppenfreundschaft, welche eine zeitlich nicht unbedeutende Vorgeschichte hat. Die ersten Kontakte, allein auf Ultraebene, gab es im Rahmen des Auswärtsspiels in Düsseldorf am 18.04.2009, welche in den Folgejahren immer stärker intensiviert wurden. Enge persönliche Freundschaften entwickelten sich und man kann seit mittlerweile fünf Jahren nicht mehr nur von freundschaftlichen Kontakten sprechen. Wir haben uns als Gruppe dazu entschlossen, diese Freundschaft nun auch so zu nennen und auch optisch dazu zu stehen, können jedoch versichern, dass es an einem Zaun des 1.FC Union Berlin keine Raute oder sonstige vereinsfremde Symboliken geben wird. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine Gruppenfahne, für die wir - bei Besuch - einen kleinen Teil unseres HammerHearts-Zaunfahnenplatzes zur Verfügung stellen. Eine Fahne einer Gruppe, aus der bereits mehrere Mitglieder auch Mitglied der Szene Köpenick sind und mit denen wir am Rande unserer Subkultur schon einige Aufgaben gemeinsam meistern konnten. Des Weiteren wurde in Gesprächen darum gebeten, bei der Auswahl der Fahne auf Neutralität zu achten, um unseren Zaun nicht vereinsfremd aussehen zu lassen. Dies wird in Zukunft so umgesetzt und war, wie man auf den Fotos sehen kann, auch bisher der Fall. Weiterhin befinden wir uns in einem Prozess der Selbstreflektion, was das Tragen von vereinsfremdem Merchandise betrifft und so gibt es - vor allem auch an Heartsmitglieder - die klare Vorgabe, bei Union auch Unionklamotten zu tragen, selbst wenn bei dem einen oder anderen mittlerweile zwei Herzen in der Brust schlagen. Alles auf Rot ist weiterhin ein Leitspruch, den wir leben und dem wir uns unterordnen. Jedes unserer Mitglieder ist in erster Linie Unioner und hat seinen Lebensmittelpunkt in und um diesen, unseren, Verein.
Als weiteren zu kritisierenden Punkt haben wir eine angeblich rechtsoffene Meinung der Gruppe erkannt und können diese Anschuldigung nur entschieden zurückweisen. Sottocultura selbst hat dazu im Januar 2015 eine recht ausführliche und teilweise auch selbstkritische Stellungnahme verfasst, die wir jedem Kritiker nur ans Herz legen können. Uns sind die Mitglieder dieser kritisierten Gruppe als sehr reflektierte und weltoffene Menschen bekannt, die, genauso wie wir, sehr viel Engagement im Umfeld ihres Vereins und ihrer Region an den Tag legen. Eine Freundschaft zu einer rechts orientierten Gruppe hätte für uns nicht zur Debatte gestanden, sprechen auch wir uns doch klar gegen jeglichen Rassismus in unserem Verein und dessen Umfeld aus.

Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass aktuell noch nicht alle Ängste oder Sorgen in dieser schwierigen Angelegenheit ausgeräumt sein können und möchten, wie eingangs erwähnt, noch einmal darauf hinweisen, dass wir offen für Gespräche und Anregungen sind und auch, dass wir selbst früher in Kontakt mit der Fanszene hätten treten müssen. Es ist uns wichtig, dass wir als diese vielbeschworene große Familie zusammenhalten und an einem Strang ziehen. Also sprecht uns an, geht mit uns in den Dialog und lasst uns auch in Zukunft in dieselbe Richtung gehen.

Sollten wir erkennen, dass bestimmte Dinge in Einzelgesprächen nicht ausreichend zu diskutieren sind, behalten wir uns vor, zeitnah zu einer größeren Gesprächsrunde einzuladen, an der dann gegebenenfalls auch ein oder zwei Mitglieder von Sottocultura teilnehmen.


Und niemals vergessen…

… Eisern Union!
30.08.2018 @ 13.12Uhr
Nach, zählt man Liga und Pokal zusammen, zwei Siegen und einem Unentschieden ungewohnt gut und seriös in die Saison gestartet, erwartete unseren 1.FC Union Berlin heute der aktuelle Tabellenerste, der FC St. Pauli, der in der Vorwoche aber lustigerweise und im Gegensatz zu uns in der ersten Pokalrunde ausgeschieden war. Vorab also etwa Gleichstand im Gut-Sein.

Die Einleitung des Spiels gestalteten die Fanblöcke mit optischen Akzenten. Während im Heimbereich ein Fahnenmeer zu gefallen wusste, wurde im Sektor der Gäste eine schlichte, aber solide Zettelchoreo gezeigt. Mit Anpfiff des Spiels, das die Hamburger auf dem Platz optisch im Griff zu haben schienen, konnte man den Gästeanhang kaum noch vernehmen, wenngleich der eigene Auftritt ein höchstens mittelmäßiger war. Grund zum Ausrasten gab's im ersten Spielabschnitt jedoch kurz vor der Pause, als unsere Truppe zweimal in kürzester Zeit einzunetzen wusste. Begünstigt wurden die beiden Torschützen Prömel und Gogia, die sonst eher selten als eiskalte Killer auffallen, von dicken Dussligkeiten in der "Verteidigung" der Gäste.

In der zweiten Halbzeit übernahm Union mit der Führung im Rücken das Heft des Handelns und blieb effizient, als Andersson das Spielgerät in Minute 57 mustergültig am Torsteher der Gegner vorbei und in den Kasten schob, 3:0, Vorentscheidung. Stimmung auf der Waldseite zu diesem Zeitpunkt gelöst, doch für kommende Aufgaben mit Luft nach oben. St. Pauli kam auf dem Platz in der 71. Minute zwar nochmal zum Anschluss, jedoch stellte Andersson, mit seinem vierten Treffer im vierten Spiel, zwei Zeigerumdrehungen vor dem regulären Ende den Endstand von 4:1 her. Union ist nun völlig erwartungsgemäß der neue Spitzenreiter der zweiten Bundesliga.

Spruchbänder widmeten wir heute einem durch eine fußballunabhängige Auseinandersetzung schwer verletzten Gladbacher, bei dem unsere Gedanken sind, und später im Spiel dem Geburtstagskind unseres geschätzten Auswärts-Busfahrer-Teams, dass in Gesamtheit unser Vertrauen genießt.

Eisern Union!








28.08.2018 @ 13.12Uhr
Der Zweitligist in der ersten DFB-Pokalrunde als Favorit beim Vertreter der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands. Klingt generell erstmal nach typischem Favoritensturzspiel, jedoch meisterte Union die Nummer am Ende recht souverän, obwohl Jena gar zweimal den Ausgleich erzielen konnte. 2:4 nach 90 Minuten, wodurch uns auch die aufreibende Nervenschlacht in der Verlängerung erspart blieb. Absolut ein Ergebnis, dass man ruhig mal feiern kann und wenn man sieht, was noch alles im Rennen ist, sind wir durchaus gespannt auf die Auslosung der zweiten Runde.

Da Jena-Paradies ja glücklicherweise nicht ganz so weit entfernt von Berlin-Köpenick ist, konnte man auch diese dusslige Anstoßzeit von Sonntag, 18:30 ganz gut ab, fuhr jedoch trotzdem bereits gegen 10 Uhr mit demselben Bus los, dem man die Kölnwunden in der Frontscheibe nach wie vor ansieht. Grund war eine Einkehr bei einem Badesee inkl. Biergarten, etwa 15 Kilometer vor Jena, den man aufgrund diverser Ferienendstaus zwar eine Stunde später als geplant erreichte, bei dem man jedoch 'ne janz coole Zeit verbracht hat. Eintritt kostete normalerweise drei Euro, ein paar Leute bezahlten und die armen Schweine hat man durch die Masse auch irgendwie so durchbekommen. Gelebtes, alternatives Sozialsystem! Größte Leistung bis dahin war es sicherlich, komplett bullenlos zu bleiben, und das, obwohl man mit einer, zumindest teilweise, besoffenen und paarungsfähigen Horde junger Männer durch den FKK-Bereich gelatscht ist. Ja, der Machomodus war heute durchaus gar nicht so hoch, wie man es von anderen Fahrten kennt.

Mit dem Zug ging es - noch immer in Freiheit - weiter Richtung Ernst-Abbe-Sportfeld, welches wir pünktlich erreichten. Jena zeigte im ausverkauften Stadion ein astreines Intro im Südamerikastyle mit einigen Fackeln in verschiedenen Farben, abgerundet mit Rauch am Ende der Aktion. Dazu gab es eine Menge Konfetti und, begünstigt durch ein fehlendes Dach, Raketen. Starke Nummer. Auch ansonsten zeigte Jena einen guten Auftritt und zündete immer wieder mal verschiedenste pyrotechnische Erzeugnisse. Einzig den fehlenden Spielbezug in den Gesängen kann man eventuell ankreiden. Auch weil man gemerkt hat, dass das restliche Stadion immer mal wieder was probieren wollte, die Südkurve aber bei ihrem Sing-Sang ala Boca Juniors blieb. So findet wohl jede Szene ein wenig ihren eigenen Style und wenn das der von Jena war, haben sie ihn heute fast in Perfektion umgesetzt. Die erste Hälfte stand Jena hinter einer großen "Vamos"-Fahne, bevor zu Halbzeit Zwei die Gruppenfahnen inkl. der der Schickeria zum Vorschein kamen.

Bei uns gab es zu Beginn, passend zum Aktionsspieltag ein großes Banner mit der Aufschrift "DFB, DFL & Co - Ihr werdet von uns hören!". Abgerundet wurde die Ansage mit einem "Fick Dich, DFB"-Spruchband, den unsere Stadionverbotler auf einem nahegelegenen Berg präsentierten und der vom Stadion aus zu sehen war. Jena honorierte dies im Übrigen mit "Gegen alle Stadionverbote"-Gesängen.
Ansonsten war unser Auftritt heute schon okay, aber ab und an fehlte die absolute Pokalbrachialität. Auch die Torjubel waren, warum auch immer, nicht so sonderlich emotional. Da ist durchaus noch Luft für die nächsten Runden und Europa.

Etwa ein Uhr nachts erreichte man wieder den Heimathafen.

Und niemals vergessen: Eisern Union und scheiß DFB!







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