28.02.2018 @ 13.12Uhr
Freitagnachmittag, 17 Uhr, Laptop zuklappen, den Kollegen mit dem Stinkefinger winken, ab zum Stadion. Einmal durch die Stadt, Stunde rum, Abhetzerei und volle Bahnen nerven, aber gut, Heimspiel. Trotzdem: Fußball jehört uff‘s Wochenende!

Und zum Fußball wiederum gehören Fans und Fanutensilien, Fahnen, Schwenker, Trommeln und vieles mehr. Dennoch kommt es immer wieder zu willkürlichen Verboten einzelner oder aller dieser Utensilien, die weder wir als Gruppe oder Szene, noch wir als Fußballfans im Allgemeinen akzeptieren können und dürfen. Daher wurde aus dem aktuellen Spieltag recht kurzfristig ein bundesweiter Aktionsspieltag gemacht, der eben diese Thematik aufgriff. Um ein Zeichen zu setzen und auf unser Anliegen in aller Deutlichkeit aufmerksam zu machen, gab es in den ersten 12 Spielminuten keinen organisierten Support in Form von Vorsängern, Fahnen, Schwenkern oder Trommeln. Zudem wurde auf der Waldseite ein Spruchband mit der Forderung „Taten statt Worte - Freigabe aller Fanutensilien - Bundesweit - Jetzt!“ entrollt, das die Aktion nochmal unterstrich. Nachdem die ersten zwölf Minuten des Spiels vorüber waren, leiteten wir den heutigen Abend standesgemäß mit dem Hochziehen der Waldseite-Fahne, dem Entrollen sämtlicher Zaunfahnen und einer Kurve voller Schwenker ein.

Im relativ vollen und sehr kompakten Gästeblock wurde die Aktion derweil vorzeitig nach elf Minuten beendet, da Nürnberg zu unserem Missfallen und Unmut eingenetzt hatte. Das hätte Trimmel einige Zeigerumdrehungen später egalisieren können, tat er aber nicht. In den darauffolgenden Minuten passierte nun erst einmal herzlich wenig, einzig Gogia stolperte sich hier und da mal in Richtung gegnerischer Strafraum. Als der Bierdurst bereits eine baldige Halbzeitpause vorauszusagen vermochte, übernahm Union endlich das Heft des Handelns, auch wenn in den Torchancen, wieder einmal, die letzte Klarheit und Konsequenz fehlten. Folgerichtig musste unser Team mit einem Rückstand in die Kabine gehen.

Auch im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild: Union mit mehr Ballbesitz, der Club aber kompakt und so kam es zu keinen Torraumszenen mehr, ein müder, ein langweiliger Kick. Sieben Minuten vor Schluss erbettelte sich Leistner noch einen Platzverweis am Nürnberger Strafraum, in der Nachspielzeit geriet Hosiner mit einem Nürnberger aneinander, was den Typen mit der Pfeife dazu veranlasste, beide vom Platz zu stellen und so endete die Partie 9:10 und 0:1. Heimniederlage. Nummer 3. Hintereinander. Unfassbar.

Der Support auf beiden Seiten heute dem Spiel angemessen - mehr nicht.

Feierabend, Ende, Dreckscheiße.










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