19.05.2018 @ 13.12Uhr
Der FDGB-Pokalsieg am 09.06.1968 im Kurt-Wabbel-Stadion zu Halle über den FC Carl Zeiss Jena jährt sich in dieser Saison zum 50. Mal. Grund genug, sich als Fanszene trotz prekärer sportlicher Situation hinzusetzen und den Helden von damals noch einmal ein Denkmal zu setzen für den bis heute einzigen nationalen Titelgewinn unseres Vereins. In monatelanger Arbeit mit dem WS, TSK, und ab einem späterem Zeitpunkt auch mit weiteren Unionfanclubs, fertigte man zum zweiten Mal eine Choreo an, welche das gesamte Stadion mit einbezog. Dass die Choreo kurz vor dem Ende noch einmal auf der Kippe stand, ließ einige kurz etwas ungehalten wirken, aber am Ende stand die Einigung zur Zufriedenheit der verschiedenen Interessengruppen. Unterm Strich muss man dem Sicherheitsapparat des Vereins und den Jungs der Betriebsgesellschaft ein großes Danke aussprechen, mindestens für das außerordentliche Vertrauen in uns. Unser Umsetzungskonzept hat vollste Konzentration und Ernsthaftigkeit aller Beteiligten vorausgesetzt. Uns ist absolut bewusst, dass die Möglichkeit, eine Choreographie auf diese Art und Weise durchzuführen, keine Selbstverständlichkeit ist. Auf der Waldseite erblickte eine 1. FC Union Berlin Pokalsieger-Blockfahne im Stil eines Schals das Licht der Welt. Während die Mannschaften einliefen, wurde dazu noch ein überdimensional großer FDGB-Pokal hochgezogen. Auf der Gegengerade, wie auch auf der Wuhleseite, konnte man hingegen die Portraits der Spieler sehen, die den Titel für unseren Verein geholt haben. Abgerundet wurde alles mit einem Spruchband von Wald- bis Wuhleseite, wo alle Ergebnisse bis zum Titel noch einmal aufgezählt wurden und roten sowie weißen Zetteln in sämtlichen Heimbereichen. Eine Choreo, die man als absolut gelungen beschreiben kann und die uns als Fanszene wieder näher zusammengebracht hat. Es wird Zeit für die Stadionerweiterung, um neue Maßstäbe setzen zu können.

Zeit wurde es auch für unsere Mannschaft die Spannung aus dem Abstiegskampf zu nehmen und endlich wieder zu alter Heimstärke zurück zu finden. Dies gelang ihr auch überraschend gut. Angefeuert von den Rängen, wie man es in den letzten Monaten nur selten hörte, ging unser Team mit viel Elan ans Werk und drängte einen, zumindest noch theoretischen, Aufstiegskandidaten sehr häufig in die Defensive. Zählbares sprang anfänglich dabei jedoch nicht heraus, sodass sich unser rot-weißer Anhang bis kurz vor dem Halbzeitpfiff gedulden musste, bis der erlösende Führungstreffer fiel. Halbzeit zwei begann dann sogleich mit dem nächsten Erfolgserlebnis aus der Kategorie Slapstick. Getreu dem Motto: „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher!“ kommunizierten der Bochumer Danilo und Torhüter Riemann aneinander vorbei und so trudelte der Ball ohne Mitwirken eines Unioners ins Tor der Bochumer. Mit dieser Führung im Rücken spielte unsere Mannschaft weiter gut auf, verpasste es aber, den Sack zuzumachen und so keimte in der 86. Minute nach dem Anschlusstreffer noch kurz so etwas wie Spannung auf. In der 91. Minuten war es dann aber soweit und Stevie netzte zum 3:1 ein und somit war der Klassenerhalt gesichert.

Auf den Rängen kann man heute eigentlich nur über die Heimseite berichten. Die Gäste aus Bochum versuchten sich zwar an der einen oder anderen Stelle, aber man merkte, dass der Motor der Kurve in Form der aktiven Szene nicht anwesend war bzw. generell derzeit im Boykott steckt. Respekt an dieser Stelle für den vorzeitigen und somit sehr mutig gewählten Besuch in Köpenick am Vorabend. Wir hoffen erwartungsgemäß gute Gastgeber gewesen zu sein.

Die Waldseite zeigte sich in guter Verfassung am heutigen Tag und konnte recht gut an die fantastische Leistung von der zweiten Halbzeit des Heidenheim-Spiels anknüpfen. Ebenfalls kann man sich mal wieder positiv über die Gegengerade äußern, die sich in deutlich verbesserter Form zeigte und ebenso eine großen Anteil daran hatte, dass man wieder vom Hexenkessel Alte Försterei sprechen konnte. Insgesamt ein Wochenende, das uns absolut zufriedenstellte und man kann jetzt ohne Druck nach Dresden zum letzten Auswärtsspiel dieser extrem komischen Saison fahren.

In diesem Sinne

Helden damals wie heute

Peter Blüher
Rainer Ignaczak
Peter Kahlert
Jürgen Belger
Hartmut Felsch
Wolfgang Hillmann
Wolfgang Hübscher
Klaus Korn
Reinhard Lauck
Wolfgang Wruck
Harald Betek
Ulrich Prüfke
Jürgen Stoppok
Meinhard Uentz
Wolfgang Weissenborn
Harald Zedler
Joachim Ernst
Reinhard Gärtner
Günter Hoge
Rainer Müller
Ralf Quest
Werner Schwenzfeier
Karl Zimmermann
Heinz Grahl







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