26.08.2018 @ 13.12Uhr
Bereits am zweiten Spieltag sollte uns das erste große Highlight dieser Saison erwarten: Union Berlin zu Gast beim 1 FC Köln. Letztes Jahr noch Europapokal und nun zweite Liga, so schnell kann es gehen in dieser Fussballwelt. Den ersten Brechreiz bekam man dann aber, als die Ansetzung für dieses Spiel bekannt gegeben wurde und wir somit rund 1100 km an einem Montag zurücklegen mussten. Danke für nichts, DFB.

Trotz dieser sehr bescheidenen Anstoßzeit machten sich rund 2200 Unioner auf in die Domstadt. Wir entschieden uns, die Reise bequem per Bus anzutreten und so starteten wir am Montagmorgen in Richtung Köln. Insgesamt verlief die Hinfahrt sehr entspannt, jedoch raubten die vielen Baustellen dem Busfahrer die Nerven und brachten unseren Zeitplan ins Wanken. Kurz vor Köln sammelten wir dann unsere Freunde aus Gladbach ein und bestritten die weitere Fahrt gemeinsam. Aufgrund der schon recht fortgeschrittenen Zeit ging es ohne große Umwege ins Stadion und alle waren pünktlich zum Anpfiff im Gästeblock.

Die zahlreichen Unioner präsentierten sich von ihrer besseren Seite und legten einen ordentlichen Support hin, der mit sehr lauten Phasen, aber auch immer wieder mit melodischen Gesängen zu überzeugen wusste. Auch die Spieler von Union präsentierten sich von ihrer engagierten Seite und kämpften bis zum Umfallen. So sprang am Ende der erste Punkt für Union in Müngersdorf heraus. Die Südkurve schien weniger zu überzeugen. War der Heimsupport optisch stark wie eh und je, so schien die Stimmung hingegen durchwachsen und selten potentiell am Siedepunkt. Sicherlich hat die letzte Saison dazu ihren Beitrag geleistet und wahrscheinlich geht hier mit dem zu erwartenden sportlichen Erfolg in Liga 2 auch wieder einiges mehr.

Nach dem Spiel ging es zügig zum Bus, wollte man doch pünktlich wieder in Berlin sein. Der Konvoi setzte sich in Bewegung und kam kurz vor der Autobahnausfahrt wieder zum Erliegen. Spekulationen, was daraufhin passierte, kann man den wenig engagierten Medien entnehmen, die bis auf wenige Ausnahmen nur dem Bericht und der Pressekonferenz der Polizei Beachtung schenkten. Wer bei dieser Art der Darstellung und Formulierung durch Staatsanwaltschaft und diverser Herren der Polizei den Eindruck bekommen hat, dass man den Vorfall als optimal zum Verbessern der eigenen Kompetenzen und Forderungen an die Politik ausschlachtet, der hat wohl das richtige Gespür oder auch einfach nur eine ganz normale, gesunde Auffassungsgabe. Die fast schon unerträgliche Selbstbemitleidung und das überspitzte Erläutern eh schon völlig überinterpretierter Situationen mündete im Verlauf auch noch darin, offensichtlich Unbeteiligte mit an den Pranger zu stellen, was in den Augen der Verantwortlichen wohl einfach nur ein Kollateralschaden ist auf dem Weg zu besseren Bedingungen für die Polizei. Hoffentlich hat diese leider oft erfolgreiche Art und Weise dieses Mal keinen Erfolg und die Verhältnismäßigkeit wird gewahrt. Was so oder so in Erinnerung bleiben wird, sind der Einzug diverser Handys von Unionern jeglicher Variante und die verspätete Ankunft in Berlin am späten Nachmittag des Folgetages aufgrund der vom Staat veranlassten, mehrstündigen Suche nach einem Grund für diese Maßnahme, den man nicht gefunden hat.

So endete eine 30-stündige Auswärtsfahrt um 16:30 Uhr in Berlin.

 In diesem Sinne:

 Und niemals vergessen...
...werdet Mitglied bei der Eisernen Hilfe!






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